Diabetes: Schon leichtes Übergewicht ist riskant

Weltgesundheitstag 2002

Sex macht schlank

FRAUEN: ABNEHMEN IN DER ZWEITEN ZYKLUSHÄLFTE EINFACHER

Mit Markert-Diät zum Wunschgewicht ohne Jo-Jo-Effekt?

Wie gesund sich Vollwertköstler wirklich ernähren

Schlankheitspille auch gegen Diabetes wirksam?

Probleme im Bett: Diabetes raubt Frauen die Lust

Mäßiger Weingenuss macht schlank

Kennzeichnung lückenhaft

Außenseiter-Diäten

Dicke Amerikaner verklagen Fastfood-Unternehmen

 

Diabetes: Schon leichtes Übergewicht ist riskant

(netdoktor.de, 19.06.2002) - Möglicherweise ist der BMI-Wert von 25 als Grenze zum Übergewicht zu hoch gesteckt. Schon leicht übergewichtige Menschen mit einem BMI zwischen 22 und 25 erkranken fast dreimal häufiger an Diabetes-Typ-2 als Menschen mit einem niedrigeren Wert. Dies meldet das Wissenschaftsmagazin "Bild der Wissenschaft" in seiner Online-Ausgabe. Bisher gilt in Europa ein BMI unter 25 als unbedenklich, ab 25 beginnt das Übergewicht. Forscher um Mark Daniel von der Universität North Carolina stellen diesen Wert mit einer Studie in Frage. Sie errechneten den BMI bei mehr als 2600 Ureinwohnern in Australien und untersuchten ihren Zuckerstoffwechsel. Sie stellten fest, dass die Aborigines mit einem BMI von mehr als 22 viermal so häufig an Diabetes litten als solche mit einem niedrigeren BMI. Schon ein leichtes Übergewicht erhöhte das Risiko für einen Diabetes um das Dreifache. Knapp die Hälfte aller Diabetes-Erkrankungen könnten verhindert werden, wenn der BMI nicht über 22 steigt, vermutet Studienleiter Daniel. Vorsicht sei allerdings geboten, wenn man die Ergebnisse von einer ethnischen Gruppe auf eine andere überträgt. Die Aborigines scheinen auf Übergewicht empfindlicher zu reagieren als beispielsweise Europäer. Mit dem BMI lässt sich das Körpergewicht eines Menschen im Verhältnis zur Größe errechnen. Die Formel dafür lautet: Körpergewicht geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat. Der Wert, der dabei herauskommt, sagt aus, ob man übergewichtig ist oder nicht.

 

Sex macht schlank
Im Kampf gegen Übergewicht und Zellulitis sollten Frauen auf die körperliche Liebe setzen.

Sex ist gut für die weibliche Figur. Nach einem Bericht der Münchener Zeitschrift "Glamour" verbraucht eine Frau in nur 20 Liebes-Minuten 200 Kalorien. Außerdem werde das Bindegewebe durch den stärkeren Lymphfluss beim Sex gestärkt und somit Zellulitis bekämpft. Und schließlich erneuere sich die Haut durch den Sex auch schneller, werde fester und elastischer, weil der weibliche Körper bei der Liebe eine Extraportion Östrogen ausschüttet.

Zuviel Sex könne es also schon allein angesichts dieser gesundheitlichen Faktoren gar nicht geben, meint die Zeitschrift. Aber wie oft ist "normal"? Laut "Glamour" haben die Deutschen im Durchschnitt zwar zweimal pro Woche Geschlechtsverkehr. Doch auch täglicher oder bloß einmal monatlicher Sex sei in Ordnung. Denn "normal" ist "Glamour" zufolge, "was gefällt".

FRAUEN: ABNEHMEN IN DER ZWEITEN ZYKLUSHÄLFTE EINFACHER

ADELAIDE/AUSTRALIEN – Erste Ergebnisse einer Studie der Universität Adelaide haben ergeben, dass Frauen in der zweiten Hälfte des Monatszyklus schneller abnehmen.

Zudem sind sie sportlich aktiver als in der restlichen Zeit. Grund ist der erhöhte Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron im Blut gegen Ende des weiblichen Zyklus. Diese Hormone fördern die Verbrennung von Fett als Energiequelle für den Organismus. Die Ergebnisse sollen nun in weiteren Studien vertieft werden.

Quelle: Clarimedis

Weltgesundheitstag 2002

Der Weltgesundheitstag am 7. April stand unter dem Motto „Gesund Leben – in Bewegung bleiben“ („Move for the health“). Damit will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die Wichtigkeit von Bewegung hinsichtlich der Vorbeugung von Krankheiten hinweisen. Auch im Rahmen der Therapie spielt Bewegung bei vielen Erkrankungen eine wesentliche Rolle.

Nach Angaben der WHO fallen jedes Jahr weltweit zwei Millionen Todesfälle auf Bewegungsmangel zurück. Problematisch ist vor allem die Kombination von mangelhafter körperlicher Aktivität, Übergewicht und Rauchen. Sie macht ursächlich 80% der Herzkranzgefäßerkrankungen aus. Bewegungsmangel spielt bei vielen Krebserkrankungen eine Rolle als Auslöser und erhöht das Risiko von Bluthochdruck, erhöhtem Cholesterinspiegel, Osteoporose, Depressionen und Angstzuständen. Die WHO fordert daher: „Einzelne Regierungen alleine könnten weder das Gesundheitsproblem Übergewicht bewältigen noch die körperliche Aktivität des Einzelnen fördern. Eine Zusammenarbeit der Nahrungsmittelindustrie, internationaler Agenturen, der Medien, Gemeinschaften und Einzelner ist notwendig, um das Umfeld zu ändern, so dass Übergewicht nicht zu einem Problem der öffentlichen Gesundheit wird“.

Mit Markert-Diät zum Wunschgewicht ohne Jo-Jo-Effekt?

Die DGE bewertet das Markert-Diätkonzept

In jüngster Zeit wird die Markert-Diät stark beworben. Mit Aussagen wie "Diät-Revolution" oder "Turbo-Diät", die in kurzer Zeit garantiert zum Diäterfolg führt und dabei den Jo-Jo-Effekt, das heißt die gefürchtete Gewichtszunahme nach einer Diät, ausschaltet, werden Verbraucher angeregt, entsprechende Bücher und Präparate zu kaufen. Unter anderem soll sich durch die Diät die aktive Form der Schilddrüsenhormone erhöhen, die zum gesteigerten Energieverbrauch und Fettabbbau führen soll.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) sind diese getroffenen Aussagen wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Bei der Markert-Diät handelt es sich um eine stark hypokalorische (energiearme) Diät, wobei der Proteinverlust durch ein Proteinpräparat begrenzt werden soll. Der Kalorienverbrauch soll durch intensives körperliches Training gesteigert werden. Die Kernaussage Markerts, die Erhöhung der aktiven Form der Schilddrüsenhormone, läßt sich durch die Diät nicht erreichen. Der Jo-Jo-Effekt läßt sich auch nicht durch die Diät, sondern höchstens durch die Ratschläge für die Zeit nach dem Fasten verhindern, bei der die Energie- und Fettaufnahme stark reduziert und viel Sport getrieben werden soll. Das sind allgemeingültige Ratschläge für die Gewichtsabnahme. Die Durchführung der Markert-Diät bietet daher keine besonderen Vorteile gegenüber vergleichbaren Maßnahmen.

 Dr. Dieter Markert ist Anästhesist und naturheilkundlich in eigener Praxis tätig. Laut eigener Aussage wurde seine Diät (1996 erstmals als Taschenbuch erschienen) von ihm selbst und zahlreichen seiner Patienten erfolgreich erprobt.

Die Markert-Diät stellt eine Form des modifizierten Fastens dar. Der Proteinabbau, der bei extrem hypokalorischen Diäten zwangsläufig auftritt, wird durch Einnahme eines Eiweißpräparates (spezieller Sojaeiweiß-Milcheiweiß-Honig-Enzymdrink: im Handel erhältlich als Almased Vitalkost) eingeschränkt. Laut Kundeninformation besteht das Präparat zu 53 Prozent aus Soja- und Milchprotein und zu rund 20 Prozent aus Kohlenhydraten sowie aus Vitaminen und Eisen. Der Eiweißdrink soll bevorzugt in Wasser, Tee, Kaffee oder Magermilch angerührt werden.

Außerdem sollen täglich rund 2 Liter einer Gemüsebrühe über den Tag verteilt getrunken werden, die aus rund 400 g besonders vitaminreichen Gemüse (Karotten, Paprika, Tomate, Brokkoli, Lauch, Zwiebeln, Kartoffeln) sowie Pflanzenöl zubereitet wird. Die gesamte Flüssigkeitszufuhr aus Proteindrink, Gemüsebrühe sowie Tee und Wasser soll möglichst 3,5 Liter pro Tag betragen. Laut Markert ist es sehr wichtig, daß ausschließlich flüssige Nahrung aufgenommen wird, da jeder feste Nahrungsstoff den Erfolg der Diät zunichte machen würde. Die Fastenkur soll durch ein Sportprogramm begleitet werden, das aus gymnastischen Übungen und einem Ausdauertraining besteht. Der Ausdauersport soll dreimal pro Woche intensiv betrieben werden.

 Der Eiweißdrink, die Gemüsebrühe, der Ausschluß fester Nahrung und das Sportprogramm sollen dazu dienen, die Produktion von Trijodthyronin (T3), der aktiven Form der Schilddrüsenhormone, zu stimulieren. Dadurch soll der bei extrem hypokalorischen Diäten übliche Jo-Jo-Effekt verhindert werden. Die gesteigerte T3-Synthese soll zu einem erhöhten Grundumsatz während der Fastenperiode führen. Die negative Energiebilanz soll zu einem echten Gewichtsverlust, das heißt zu einem ausschließlichen Fettabbau von 3 bis 4 kg pro Woche führen. Nach ein- bis zweiwöchiger Fastendauer soll die Rückkehr zu normalen Eßgewohnheiten erfolgen. Der Stoffwechsel ist angeblich durch die T3-Erhöhung so "angekurbelt", daß eine lebenslang streng kalorienarme Ernährung nicht notwendig ist. Dieser Zustand soll durch gelegentliche Einnahme des Eiweißpräparates aufrecht erhalten werden.

Dr. Markerts Tips, wie das Gewicht gehalten werden kann, lauten z. B.

"Nicht zuviel, nicht zu fett und nicht zu kalorienreich essen. Besorgen Sie sich eine Kalorientabelle ..., Frauen sollten auf nicht mehr als täglich 1500 kcal kommen... "

 Ernährungswissenschaftliche Beurteilung der Diät:

Aufgrund der Kombination von extrem hypokalorischer Diät mit intensivem körperlichen Training ist mit einer starken Gewichtsabnahme zu rechnen.

Die Kernaussage von Dr. Markert, durch die Diät das aktive Schilddrüsenhormon T3 zu erhöhen und damit den Jo-Jo-Effekt zu verhindern, ist wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Vielmehr haben Studien gezeigt, daß bei proteinsupplementiertem Fasten bzw. bei energiemangel die T3-Spiegel abfallen, während die Speicherform Thyroxin (T4) sowie das inaktive rT3 ansteigen. Bei isokalorischen Diäten mit rund 440 kcal pro Tag ist ein höherer Proteinanteil in der Ernährung sogar mit niedrigeren T3-Spiegeln

Wie gesund sich Vollwertköstler wirklich ernähren

Untersuchten Wissenschaftler vom Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Gießen. Das Ergebnis bestätigt: Wer die Empfehlungen der Vollwert-Ernährung umsetzt, lebt gesünder als der durchschnittliche Bundesbürger.
Obwohl es Vollwert-Ernährung schon seit Jahrzehnten gibt, lagen bisher keine wissenschaftlichen Untersuchungen darüber vor, wie sich die Ernährungsform auf die Gesundheit auswirkt. In der Gießener Vollwert-Ernährungs-Studie wurde erstmals der Gesundheits- und Ernährungsstatus einer großen Zahl Personen untersucht, die Vollwert-Ernährung praktiziert. Um eine möglichst homogene Gruppe zu erhalten, wurden ausschließlich Frauen ausgesucht. Insgesamt nahmen 418 gesunde Frauen im Alter von 25 bis 65 Jahren aus den alten Bundesländern an der Untersuchung teil, die von 1989 bis 1994 durchgeführt wurde. Davon ernährten sich 243 Frauen seit mindestens fünf Jahren nach den Empfehlungen der Vollwert-Ernährung. Sie wurden mit einer Gruppe von 175 Frauen verglichen, deren Ernährungsweise dem Bundesdurchschnitt entsprach, im folgenden Mischköstlerinnen genannt.

Fragebögen und Blutproben gaben Aufschluss

Das Emährungsverhalten der Teilnehmerinnen wurde mit Fragebögen und einem 7-Tage-Ernährungsprotokoll erfasst. Anhand der Aufzeichnungen konnte die Nährstoffzufuhr berechnet werden. Dabei interessierte besonders, inwieweit die beiden Gruppen die Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erreichten. Zusätzlich wurden von den Teilnehmerinnen Blutproben entnommen und auf verschiedene Vitaminkonzentrationen untersucht. Um den Gesundheitsstatus zu beurteilen, wurden einige Risikofaktoren für ernährungsabhängige Krankheiten ermittelt, z. B. der Blutcholesterinspiegel. Die Vollwertköstlerinnen praktizierten im Durchschnitt seit acht Jahren Vollwert-Ernährung. Hierfür gaben sie an erster Stelle gesundheitliche und an zweiter ökologische Gründe an. Aber auch soziale und geschmackliche Faktoren spielten eine entscheidende Rolle. Das ausgeprägte Gesundheitsbewusstsein der Vollwertköstlerinnen zeigte sich auch beim Körpergewicht und Rauchverhalten. So lag ihr durchschnittliches relatives Gewicht bezogen auf die Körpergröße im wünschenswerten Bereich. In der Vergleichsgruppe zeigten dagegen einige Frauen leichtes bis schweres Übergewicht. Nur eine Vollwertköstlerin gab an, Raucherin zu sein, während von den Mischköstlerinnen 20 Prozent rauchten.

Verfasser: Dr. oec. troph. Ingrid Hoffmann, Dr. oec. troph. Maike Groeneveld, Prof. Dr. Claus Leitzmann

 

Schlankheitspille auch gegen Diabetes wirksam?

(ots, 29.08.2002) - Roche gab gestern (am 9. Internationalen Adipositas Kongress) die Ergebnisse der groß angelegten Xendos-Studie bekannt. Studienleiter Prof. Lars Sjöström: "Es konnte gezeigt werden, dass die Behandlung mit Xenical zusätzlich zu einer Änderung der Lebensgewohnheiten sowohl bei der Diabetesprävention als auch bei der Gewichtsabnahme wirksamer ist als eine Änderung des Lebensstils allein". 3304 Patienten nahmen an der vier Jahre dauernden, in Schweden durchgeführten Studie teil. Die Teilnehmer modifizierten ihren Lebensstil (Ernährung und Bewegung). Ein Teil der Gruppe erhielt zusätzlich Xenical, der andere Teil ein Placebo.
Die Ergebnisse der XENDOS-Studie:
- Xenical plus einer Lebensstil-Modifikation verhindert oder verzögert die Entwicklung von Typ-II-Diabetes signifikant besser als eine alleinige Änderung des Lebensstils.
- Das Risiko, einen Typ-II-Diabetes zu entwickeln, war bei der Gruppe mit Xenical um 37% niedriger.
- Der kurz- und langfristige Gewichtsverlust war bei der Xenical-Gruppe signifikant höher als in der Placebo-Gruppe (-11,4 kg vs. -7,5 kg nach 1 Jahr; -6,9 kg vs. -4,1 kg nach 4 Jahren).
- Der Gewichtsverlust konnte langfristig gehalten werden: Fast doppelt so viele Patienten der Xenical-Gruppe hatten am Ende mehr als 10% ihres Körpergewichts verloren. Noch mehr konnten in den 4 Jahren ihr Gewicht um mehr als 5% senken. Auch Blutdruck und Blutfettwerte waren deutlich verbessert. William M. Burns, Leiter der Division Pharma von Roche: "Die hervorragenden Ergebnisse der XENDOS-Studie beweisen, dass Xenical im Kampf gegen Diabetes eine wichtige Rolle einnimmt

Probleme im Bett: Diabetes raubt Frauen die Lust

Zuckerkranke Frauen haben öfter Probleme im Bett. Dies ergab eine belgische Studie, berichtet "Medical Tribune" in seiner Online-Ausgabe. Paul Enzlin und sein Team vom University Hospitals Gasthuisberg in Leuven beobachteten zwei Jahre lang 300 Frauen, 120 davon waren Typ-1-Diabetikerinnen. Die Forscher befragten die durchschnittlich 35 Jahre alten Teilnehmerinnen nach ihrem Sexualleben und ihrem psychischen Befinden. 27 Prozent der zuckerkranken Patientinnen, aber nur 15 Prozent der Gesunden klagten über ein gestörtes Geschlechtsleben. Experten vermuten, dass Nervenschäden und Veränderungen an manchen Muskeln im Genitalbereich die Ursache der Probleme seien. Müdigkeit und Stimmungsschwankungen bei Unterzucker wie auch sehr hohe Blutzuckerwerte können vorübergehend eine Rolle spielen. Auch durch den Diabetes ausgelöste psychische Probleme zählen zu den möglichen Ursachen. Selten sprechen die Betroffenen mit ihrem Arzt über dieses Thema. Laut einer US-Studie fragte nur jede Zweite um Rat

Quelle netdoktor

Mäßiger Weingenuss macht schlank


Vom Rotwein weiß man schon länger, dass er vor Herzinfarkt schützt. Nun erhält der weiße Bruder ebenfalls die Weihen zum Gesundbrunnen. Und für Abstinenzler gibt es sogar Weinpulver.

Die Schale macht's
Verglichen mit reinem Alkohol und Weißwein zeigt Rotwein den deutlichsten Einfluss zum Schutz vor Arterienverkalkung. Da bei der Vergärung von Rotwein auch die Schalen der Trauben verwendet werden, wird in ihnen das Reservoir der schützenden Inhaltsstoffe vermutet. Die Tatsache, dass auch roter Traubensaft vor Gefäßverkalkung und Herzinfarkt schützt, unterstützt diese Vermutung.

Mäßiger Weingenuss macht schlank
Doch auch Weißwein zeigt antioxidative Fähigkeiten. Das beweisen neuere Studien auf diesem Gebiet. In einer Freiburger Weinstudie mit 15 Männern konnte 1996 bewiesen werden, dass der Cholesterinspiegel der Testpersonen während einer Phase kontrollierten Weißweingenusses eindeutig zurückging. Die Folgestudie von 1997 bestätigte diese Ergebnisse und bewies übrigens auch, dass kontrollierter Weißwein-Genuss darüber hinaus die Gewichtsabnahme erleichtert. Alle Teilnehmer der Weißwein-Studie zeigten nach dem achtwöchigen Studienverlauf eine deutliche Verbesserung der Herzschutzwerte.

Schlussfolgerungen der Expertenrunde des Deutschen Herzzentrums Berlin und der Weinakademie
"Wer jeden Tag ein oder zwei Gläser Wein zum Essen trinkt, kann sein Herzinfarkt-Risiko langfristig um bis zu 50 Prozent reduzieren." Für Frauen beträgt die Idealmenge pro Tag in der Regel 0,3 Liter, für Männer etwa 0,4 Liter.

Geht es auch ohne Alkohol?
Die Studien sind fein für alle, die zur Entspannung oder zum Essen dem holden Tropfen nicht abgeneigt sind. Aber auch Abstinenzler haben Glück: Rotwein-Pulver in alkoholfreier Form wirkt genauso. Die positive Wirkung beruht ebenfalls auf den Polyphenolen. Das berichtete das britische Fachmagazin New Scientist. In einem Versuch konsumierten 20 gesunde Männer kleine Mengen dieses Pulvers. Sie testeten die Wirkung jeweils zwei Wochen lang. Dabei stellte sich heraus, dass das Extrakt die Ablagerung von LDL-Cholesterin im Blut der Versuchspersonen ebenso verminderte wie Wein selbst.

 

Kennzeichnung lückenhaft

Gentechnik erobert den Supermarkt; Desserts, Chips und Süßigkeiten enthielten genetisch veränderten Mais oder Soja. Ergebnis einer Untersuchung der STIFTUNG WARENTEST: 82 Lebensmittel wurden exemplarisch geprüft. In 31 Produkten fanden Tester gentechnisch veränderte Zutaten Lebensmittel aus Bioläden sind betroffen, die Produkte wahren nicht entsprechend gekennzeichnet. Gen-Mais und Gen-Soja müssen in der Zutatenliste der Produkte aufgeführt sein, gilt seit April 2000 auch für wichtige Zusatzstoffe, die aus Mais oder Soja hergestellt werden. Die aktuelle EU-Verordnung hat allerdings weite Maschen. Der Nachweis fremder Erbsubstanz mit einem Anteil von über einem Prozent in Lebensmitteln fällt  schwer. Hohe Temperatur~ Druck bei der Herstellung der Lebensmittel machen die Erbsubstanz kaputt und in Ölen  sind fremde Gene kaum noch nachweisbar.  Doch auch die geringen Menge an getesteten Produkten zeigen, dass die Gentechnik deutsche Ladenregale erobert hat. 1Drittel der getesteten Produkte war nicht mehr “gentechnikfrei“.

 Verschärfter Grenzwert gefordert

 Nach geltendem Recht müssten trotzdem nur 3 der 82 untersuchten Produkte gekennzeichnet werden. Die aktuelle EU-Verordnung vom April 2000 sieht die sogenannte 1%-Regelung vor. Im Klartext: Gentechnische Veränderungen mit einem Anteil von bis zu einem Prozent gehen als “zufällig“ durch.

Außenseiter-Diäten

Außenseiter-Diäten aus der Gruppe der vegetabilen Ernährungsformen (z. B. Bircher-Benner-Kost, Evers-Diät) sind teilweise von einer nahezu vollwertigen Zusammensetzung. Sie sind jedoch nicht bilanziert und daher zur Gewichtsreduktion nicht geeignet.

Modische Außenseiter-Diäten wie Evers-Diät, Mayo-Diät, Atkins-Diät, Hollywood- Diät, Fettdiät nach Dr. Felix, Dr. Lutz' Leben-ohne-Brot-Diät etc. sind dagegen abzulehnen. Sie beruhen meist auf kohlenhydratarmer Kost mit wenig pflanzlichen Lebensmitteln. Diese Diätformen sind auch für stoffwechselgesunde Menschen höchstens kurzfristig tolerierbar.

Fettreiche Diäten, die in ihrer Nährstoffzufuhr nicht bilanziert sind und keine Energiebegrenzung vorsehen, sind für Patienten mit arteriosklerotischen Erkrankungen und Fettstoffwechselstörungen sogar gefährlich. Die Atkins-Diät erfordert eine übermäßige Aufnahme von Purinen und Cholesterin und verursacht zusätzlich erhöhte Harnsäurespiegel, die zu Gicht und Harnsäuresteinbildung führen können.

 

Dicke Amerikaner verklagen Fastfood-Unternehmen

- Eine Gruppe von übergewichtigen Amerikanern hat die großen Fastfood-Ketten McDonalds, Burger King, Wendys und Kentucky Fried Chicken beim Bronx Supreme Court geklagt. Grund der Anklage: Die Hersteller dieser Mahlzeiten, behaupten die Kläger, servieren ihren Kunden absichtlich Nahrungsmittel, die Fettsucht und Krankheiten verursachen. Das berichtet die amerikanische Zeitung "New York Post" in ihrer Online Ausgabe. Einer der Kläger, der 57-jährige Caesar Barbar, hat nach eigenen Angaben regelmäßig Mahlzeiten von den beklagten Parteien konsumiert. Er erlitt zwei Herzinfarkte, leidet unter Diabetes und wiegt rund 125 Kilogramm. Der Kläger betont, dass ihn erst 1996 ein Arzt vor dem Konsum von Fastfood warnte. Vorher sei er davon ausgegangen, dass diese "Diät" keinerlei negative Folgen auf seine Gesundheit habe. Ein Sprecher des Center for Consumer Freedom erklärte dazu, dass rund zwei Drittel aller Mahlzeiten in den USA zu Hause eingenommen werde, daher sei das Klagsbegehren lachhaft. New York Post berichtete, dass nach einer kürzlich veröffentlichten Studie mehr als die Hälfte aller Amerikaner zu dick sind. 54 Mio. sind eindeutig als übergewichtig einzustufen, das heißt sie liegen mehr als 15 Kilogramm über dem Normalgewicht. Hunderttausende Menschenleben sind jährlich aufgrund der Fettleibigkeit zu beklagen. Gesundheitsgruppen in den USA sind der Meinung, dass der Grund für die Fettleibigkeit beim Fastfood-Konsum liegt. Wer als Kind bereits mit den schlechten Gewohnheiten beginne, könne sie in späteren Jahren nicht wieder ablegen, berichtet die Zeitung. McDonalds und Burger King arbeiten derzeit an einer Kampagne zur gesunden Ernährung von Jugendlichen.

Quelle Netdoktor