Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)


Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der vor allem die Verwertung der Kohlenhydrate, besonders von Traubenzucker (Glucose), gestört ist. Ursache ist ein absoluter (Typ I) oder relativer (Typ II) Insulinmangel im Körper. Insulin hat die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel zu senken. Beim Typ-I-Diabetiker bildet die Bauchspeicheldrüse kein bzw. zu wenig Insulin. Deshalb muss der Blutzuckerspiegel von außen durch Insulinspritzen geregelt werden. Der Typ II-Diabetiker ist fast immer (mit Ausnahmen) adipös. Zunächst wird noch Insulin gebildet, jedoch kann das Insulin wegen des vermehrten Fettgewebes nicht ausreichend wirken. Als Hormon wirkt Insulin über einen Rezeptor mit dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Bei Übergewichtigen ist das "Schloss" verändert, so dass nicht ein Schlüssel, sondern viele Schlüssel (= Insulin) zur Senkung des Blutzuckerspiegels notwendig werden. Übergewichtige Typ-II-Diabetiker sollten deshalb unbedingt abnehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine energiereduzierte Mischkost, auf fünf bis sechs kleine Mahlzeiten am Tag verteilt. Bei Diabetes mellitus steigt der Nüchternblutzucker über 126 mg/100 ml Blut. Typische Symptome sind: erhöhter Blutzucker, Zuckerausscheidung im Urin, viel Durst, Harndrang, verzögerte Wundheilung und Kraftlosigkeit. Folgeschäden können an Auge, Nieren und Füßen, ausgelöst durch Veränderungen an Gefäßen, auftreten.