FdH (“Friss die Hälfte“) ist nicht erfolgreich.
Die
Halbierung der Kalorienzahl wird in der Praxis häufig durch das Streichen
einer Mahlzeit, meistens das Mittagessen, versucht. Das starke Absinken des
Blutzuckerspiegels führt zu starkem Hungergefühl, Leistungsabfall und verstärkter
Kalorienaufnahme am Abend. Die Maßnahme ist unausgewogen, kann zu
Mangelerscheinungen führen und wird sehr oft nach kurzer Zeit wieder
aufgegeben.
Dies
ist das schlimmste Fehlverhalten, denn es bedeutet, den ‘Teufel mit dem
Beelzebub“ auszutreiben. Das Gesundheitsrisiko Übergewicht soll mit den
schwerwiegenden Risikofaktoren Nikotin und Alkohol bekämpft werden. Die Folgen
sind gravierend: Rauchen schädigt u.a. die Lunge (Lungenkrebsrisiko), die Gefäße
(Arterioskleroserisiko) und die Magenschleimhaut (Risiko von
Magenschleimhautentzündung), Alkohol liefert sehr viele leere Kalorien und schädigt
z.B. Leber und Gehirn.
Chemische
Appetitzügler, Abführmittel (Laxantien) und Entwässerungstabletten
(Diuretika) bergen in vielen Fällen gesundheitliche Risiken und haben z.T.
erhebliche Nebenwirkungen. Häufig besteht (1er kurzfristige Gewichtsverlust
lediglich in einem Ausschwemmen von Körperflüssigkeit, die der Organismus in
kurzer Zeit wieder aufnimmt. Füll und Quellstoffe mit Sättigungswirkung und
Enzyme (“Fatburner“) besitzen bei bestimmungsgemäßer Anwendung diese
Risiken nicht. Ihre Anwendung ist jedoch nur in Kombination mit anderen Maßnahmen
sinnvoll.
Die
Einnahme der nach Diätverordnung standardisierten Produkte in Form von Getränken,
Pulver oder Fertigmahlzeiten erscheint einfach und bequem. Sie können auch dazu
beitragen, Mangelerscheinungen vorzubeugen und Diätfehler zu vermeiden. Dennoch
sind sie keine Dauerlösung, weil sie den Menschen vom Produkt abhängig machen,
auf die Dauer teuer sind und die notwendige Verhaltensänderung nicht bewirken.