1. Adipositas
  2. Arteriosklerose
  3. Blutfette
  4. Bluthochdruck
  5. Blutzucker
  6. Crash-Diät
  7. Diabetes
  8. essentielle Fettsäuren
  9. Fettsäuren
  10. Gicht
  11. Harnsäure
  12. Insulin
  13. Jo-Jo Effekt
  14. Linolsäure
  15. Omega 3 Fettsäuren
  16. Purine
  17. Reduktionsdiät
  18. Setpoint
  19. Sollgewicht

 

Adipositas

Synonym: Fettsucht, Fettleibigkeit;
Nimmt man langfristig mehr Energie auf als man verbraucht, bildet sich vermehrt Fettgewebe. Geht diese Fettansammlung über das normale Maß hinaus, wird dies als Adipositas bezeichnet. Über die Gründe, warum manche Menschen übergewichtig werden und andere nicht, sind sich Fachleute noch nicht voll im Klaren. Die Vererbung spielt eine wichtige Rolle, aber auch Umwelteinflüsse sind beteiligt. Bei Adipositas ist das Risiko erhöht, an
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) zu erkranken. Sie kann auch die Entstehung von Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Herzinfarkt, Schlaganfall und Gicht fördern. Maße zur Bewertung von Adipositas sind der Broca-Index und der Body-Mass-Index. Nach Broca spricht man dann von Adipositas, wenn das Körpergewicht 30 % über dem Normalgewicht liegt. Nach dem Body-Mass-Index (BMI) teilt man Adipositas folgendermaßen ein:

 

BMI kg/(m)²

Adipositas Grad I

30,0 - 34,9

Adipositas Grad II

35,0 - 39,9

Extreme Adipositas Grad III

größer als 40

Um langfristig an Gewicht abzunehmen, wird eine fettarme sowohl als auch energiereduzierte, kohlenhydrat- und ballaststoffreiche Kost, welche  mindestens 25 % Eiweiß enthält und die Steigerung der körperlichen Aktivität empfohlen.

 

Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Arteriosklerose ist eine ernährungsabhängige Herzkreislauf-Erkrankung, bei der Ablagerungen und Verhärtungen an der inneren Wand von Blutgefäßen (Arterien) entstehen. Dadurch sind die Gefäße nicht mehr so elastisch, und der Durchlass  für das Blut ist behindert. Die Folge ist eine schlechtere Versorgung des Gewebes mit Blut und Sauerstoff und, es erhöht sich das Risiko eines Gefäßverschlusses (Thrombose). Tritt dieser am Herz oder im Gehirn auf spricht man von Herzinfarkt und Schlaganfall. Gefördert wird die Arteriosklerose durch Risikofaktoren wie erhöhte Blutfett und Cholesterinkonzentrationen, Bluthochdruck, Diabetes, Fettsucht , Stress und Rauchen. Zur Vorbeugung gegen Arteriosklerose ist es wichtig, erhöhtes Körpergewicht zu normalisieren und die Gesamtfettzufuhr zu verringern.

 

Blutfette

Jeder Mensch hat Fette im Blut, die zum einen im Körper gebildet werden und zum anderen über die Nahrung ins Blut gelangen. Neben Veranlagung, Überernährung und Bewegungsmangel bestimmen vor allem die Auswahl und die Menge der fetthaltigen Lebensmittel den Fettgehalt des Blutes. Langkettige, gesättigte Fettsäuren, vor allem in Lebensmitteln tierischer Herkunft enthalten, heben den Cholesterinspiegel doppelt so stark an wie mehrfach ungesättigte Fettsäuren ihn absenken. Einfach ungesättigte Fettsäuren, z.B. reichlich in Olivenöl oder Rapsöl enthalten, senken ebenfalls die Cholesterinkonzentration im Blut, aber weniger wirksam als mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Nahrungscholesterin bewirkt einen Anstieg des Cholesterins im Blut, aber deutlich weniger stark als gesättigte Fettsäuren. Hohe Blutfettwerte können durch eine hohe Zufuhr von löslichen Ballaststoffen gesenkt werden. Übergewicht verstärkt die negative Wirkung dieser Nahrungsfaktoren auf den Blutfettspiegel.  Erhöhte Blutfettwerte rufen keine unmittelbaren Beschwerden hervor, können jedoch langfristig zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Das Fett lagert sich an den Blutgefäßwänden ab und wird damit ein Risikofaktor für Arteriosklerose.

 Normale Blutfettwerte für junge Erwachsene (20 bis 40 Jahre) sind:

  • Triglyceride: unter 200 mg/dl Blut

  • Gesamtcholesterin: unter 200 mg/dl Blut
  • LDL-Cholesterin: unter 135 mg/dl Blut
  • HDL-Cholesterin: über 35 mg/dl Blut

Bluthochdruck

Bei einem gesunden erwachsenen Menschen liegt der Blutdruck bei 120/80 mm Hg. Steigt der Blutdruck ständig über 160/90 mm Hg, dann wird von Bluthochdruck oder erhöhtem Blutdruck gesprochen. Die Ursachen von Bluthochdruck sind noch weitgehend unbekannt. Diskutiert wird eine genetische Veranlagung, wobei diese durch Übergewicht begünstigt wird. Hoher Blutdruck verursacht anfänglich keine Beschwerden. Erst wenn er unentdeckt und unbehandelt bleibt, können Kopf- und Herzschmerzen, Schwindel-, Schlaf- und Sehstörungen die Folge sein. Da das Herz und die Blutgefäße durch einen erhöhten Blutdruck dauernd überlastet sind, kann es zu den gefürchteten Spätschäden, Herzinfarkt und Schlaganfall, kommen. Nach Aussage der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) kann mit einer gezielten Ernährungsumstellung in der Mehrzahl der Fälle eine Senkung des Blutdrucks erreicht werden. Im Mittelpunkt der Diätbehandlung stehen nach wie vor eine Gewichtsabnahme bei bestehendem Übergewicht sowie die Einhaltung einer kochsalzeingeschränkten Kost mit bis zu 6 g Kochsalz pro Tag. Vorteile dieser nicht medikamentösen Maßnahmen sind eine Verminderung arzneimittelbedingter Nebenwirkungen und eine Einsparung von blutdrucksenkenden Medikamenten. Die Wirkung der meisten dieser Medikamente wird durch eine Kochsalzeinschränkung verstärkt. Eine verminderte Kochsalzzufuhr sollte daher angestrebt werden, auch wenn im Einzelfall nicht vorhersehbar ist, ob und in welchem Ausmaß eine Person darauf reagiert.

Blutzucker

Synonym: Blutglucose;
Jeder Mensch hat Zucker im Blut. Zucker (Glucose bzw. Traubenzucker) ist notwendig, um die Versorgung der Organe mit Energie - besonders von Gehirn, Nerven und roten Blutzellen, die ausschließlich Traubenzucker benötigen - zu gewährleisten. Ohne Energie aus Zucker könnten diese Organe nicht funktionieren. Der Normalwert des Blutzuckers liegt im nüchternen Zustand bei 60 bis 100 mg pro 100 ml Blut. Bei zuckerkranken Menschen, steigt er über die Norm an. Beim gesunden Menschen wird der Blutzuckerspiegel durch die Hormone
Insulin und Glugacon geregelt. Beim Diabetiker ist diese natürliche Regelung, z.B. durch eine ungenügende Insulinbildung, gestört. Steigt der Blutzucker eines zuckerkranken Menschen stark an, kann dies zum diabetischen Koma führen. Sinkt der Blutzuckerspiegel unter 60 mg pro 100 ml Blut, so führt dies zum diabetischen Schock.

Crash-Diät

Crash-Diäten sind stark energiereduzierte, einseitige Reduktionsdiäten, die das Ziel einer schnellen Gewichtsabnahme verfolgen. Da die Lebensmittelauswahl extrem einseitig ist, könnten und sollten Crash-Diäten zum einen nicht lang eingehalten werden. Zum anderen bewirken sie, dass der Körper auf "Sparflamme" schaltet. So führen Crash-Diäten zum bekannten Jojo-Effekt. Die Diät führt zum Abbau der Muskulatur, dabei sinkt der Grad des Fettverbrauchs. Die Folge ist, dass der Organismus weniger Fett in Energie umwandelt. Kehrt man nach einer Crash-Diät zu seinen früheren Eßgewohnheiten zurück bzw. nimmt soviel Fett zu sich wie vorher, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich mehr Fett in den Zellen ablagert und man wieder schnell an Gewicht zunimmt.

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)


Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der vor allem die Verwertung der Kohlenhydrate, besonders von Traubenzucker (Glucose), gestört ist. Ursache ist ein absoluter (Typ I) oder relativer (Typ II) Insulinmangel im Körper.
Insulin hat die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel zu senken. Beim Typ-I-Diabetiker bildet die Bauchspeicheldrüse kein bzw. zu wenig Insulin. Deshalb muss der Blutzuckerspiegel von außen durch Insulinspritzen geregelt werden. Der Typ II-Diabetiker ist fast immer (mit Ausnahmen) adipös. Zunächst wird noch Insulin gebildet, jedoch kann das Insulin wegen des vermehrten Fettgewebes nicht ausreichend wirken. Als Hormon wirkt Insulin über einen Rezeptor mit dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Bei Übergewichtigen ist das "Schloss" verändert, so dass nicht ein Schlüssel, sondern viele Schlüssel (= Insulin) zur Senkung des Blutzuckerspiegels notwendig werden. Übergewichtige Typ-II-Diabetiker sollten deshalb unbedingt abnehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine energiereduzierte Mischkost, auf fünf bis sechs kleine Mahlzeiten am Tag verteilt. Bei Diabetes mellitus steigt der Nüchternblutzucker über 126 mg/100 ml Blut. Typische Symptome sind: erhöhter Blutzucker, Zuckerausscheidung im Urin, viel Durst, Harndrang, verzögerte Wundheilung und Kraftlosigkeit. Folgeschäden können an Auge, Nieren und Füßen, ausgelöst durch Veränderungen an Gefäßen, auftreten.

essentielle Fettsäuren

Essentielle Fettsäuren sind lebensnotwendig. Sie können im Körper selbst nicht gebildet werden und müssen deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden. Zu den essentiellen Fettsäuren gehört Linolsäure. Essentielle Fettsäuren haben folgende Aufgaben:

  • sie sind Vorstufen von Gewebshormonen

  • sie bilden wichtige Strukturfette in den Geweben.

Sie kommen reichlich in Rapsöl, Sojaöl, Walnussöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl und Olivenöl vor.

Fettsäuren

Fettsäuren sind natürliche Verbindungen und Bausteine der Nahrungsfette. Sie sind die Hauptbestandteile der Fette. Nach der Fettspaltung  können die Fettsäuren von den Darmzellen aufgenommen werden. Fettsäuren werden nach ihrer Kettenlänge (kurzkettige, mittelkettige und langkettige) und nach ihrer chemischen Beschaffenheit (gesättigt, einfach und mehrfach ungesättigt) unterschieden. Fette mit einem hohen Anteil an langkettigen, gesättigten Fettsäuren - kommen vorwiegend in tierischen Lebensmitteln vor - haben eine feste Konsistenz, also einen hohen Schmelzpunkt. Fette mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren haben hingegen eine weiche oder flüssige Konsistenz. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind überwiegend in pflanzlichen Ölen und Fischöl enthalten. Z.B.: Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Sojabohnenöl, Rapsöl oder fettreiche Fischarten (Makrele, Sardine, Lachs, Hering).

Gicht


Gicht ist eine Stoffwechselkrankheit mit einer erblichen Disposition und einem angeborenen Fehler im Harnsäurestoffwechsel. Bei entsprechender Veranlagung fördert Übergewicht, purinreiche Ernährung oder erhöhter Alkoholkonsum ihre Entstehung. Harnsäure ist das Abbauprodukt der
Purine. Erhöhte Harnsäurewerte können durch eine Überproduktion oder eine gestörte Ausscheidung von Harnsäure bedingt sein. Überschüssige Harnsäure wird im Normalfall über die Nieren ausgeschieden. Ist dieser Stoffwechsel gestört, steigt der Harnsäuregehalt des Blutes an: Normalwerte bei Männern liegen zwischen 3,4 und 7,0 mg/100 ml und bei Frauen zwischen 2,4 und 5,7 mg/100 ml.

Harnsäure

Harnsäure ist das Abbauprodukt der Purine im menschlichen Körper. Sie wird von den Nieren aus dem Blut "gefiltert", zusammen mit anderen Stoffen und Wasser in der Harnblase gesammelt und durch den Urin ausgeschieden. Das Gichtleiden ist durch erhöhte Harnsäurewerte (z.B. durch Störung des Stoffwechsels) gekennzeichnet. Harnsäure lagert sich in Form von Harnsäurekristallen im Gewebe, in den Nieren und in Gelenken ab. Diese Harnsäurekristalle verursachen in den Gelenken akute schmerzhafte Entzündungen.

 

Insulin

Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse des Menschen gebildet und ins Blut ausgeschüttet wird. Seine wichtigste Funktion ist die Senkung des Blutzuckerspiegels, nach der Nahrungsaufnahme. Der Gegenspieler von Insulin ist Glucagon. Ein Insulinmangel, z.B. durch eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse ausgelöst, führt zur Zuckerkrankheit. Insulin wird auch als Medikament zur Behandlung von Zuckerkranken (Diabetikern) mit Insulinmangel gespritzt.

Jo-Jo-Effekt

Der Jo-Jo-Effekt von Schlankheitskuren ist allen bekannt, die schon einmal versucht haben ein paar Kilos abzunehmen. Die mühevoll verlorenen Kilos - oder sogar noch ein paar Kilos mehr - sind nach einigen Tag oder Wochen wieder auf der Waage zu sehen. Um das zu verhindern hilft keine weitere oder neue Diät.

Nur eine langsame Gewichtsreduktion, die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und Bewegung schaffen die Voraussetzung, das angestrebte Wunschgewicht zu erreichen und zu halten.

 Wer ausgewogen und fettarm ist und sich noch dazu bewegt, kann sein Wunschgewicht erreichen und hat auch später keine Gewichtsprobleme. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das schaffen können.

Linolsäure

Linolensäure ist eine lebensnotwendige (essentielle) Fettsäure und zählt zu den Omega-3-Fettsäuren. Linolensäure kommt in nennenswerten Mengen in Sojaöl, Leinöl, Nußöl, Rapsöl und Hanföl vor. Im menschlichen Organismus wird Linolensäure in der Leber zu Eicosapentaensäure oder Docohexaensäure umgewandelt. Aus diesen Fettsäuren werden sogenannte Gewebshormone gebildet.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die vor allem in Kaltwasserfischen wie Makrele, Lachs, Hering und daraus hergestellten Produkten vorkommen, während Süßwasserfische nur geringe Mengen dieser Fettsäuren enthalten. Sie sind für den Menschen essentiell, d.h. lebensnotwendig. Omega-3-Fettsäuren sind im menschlichen Organismus Bestandteil von Membranen und Vorstufen von Gewebshormonen. Omega-3-Fettsäuren in Fischölen sind hochwirksame Verbindungen, die vielfältig in den komplexen Prozeß der Arterioskleroseentstehung eingreifen. So hemmen sie z.B. die Verklumpung der Blutplättchen (Thrombozyten). Omega-3-Fettsäuren verflüssigen das Blut, d.h. sie fördern die Fließeigenschaften des Blutes.Nach Aussage der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte man mit der Einnahme von Fischölkapseln vorsichtig sein. Fischölkapseln sind Konzentrate bestimmter Fettsäuren. Sie sind nur dann einzunehmen, wenn der Arzt sie verordnet hat. Eine Selbstmedikation mit Fischölkapseln ist abzulehnen, auch wenn bei manchen Präparaten die Werbeanzeigen den Eindruck erwecken, man könne essen, was man wolle, die Einnahme von Fischölkapseln schütze vor Herzinfarkt, Arteriosklerose und zu hohen Blutfetten. Das Infarktrisiko kann nur gesenkt werden, wenn die Gesamtfettzufuhr auf 25 bis 30 % der täglichen Energiezufuhr beschränkt wird und auf eine ausgewogene Mischung an gesättigten, einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren geachtet wird. Zur Vorbeugung von Arteriosklerose empfiehlt die DGE unter anderem wöchentlich zwei Seefischmahlzeiten zu verzehren. Sie versorgen den Menschen mit ausreichend Omega-3-Fettsäuren und gleichzeitig mit dem wichtigen Spurenelement Jod.

Purine

Purine sind Bestandteile der Erbinformation von Zellen aller Lebewesen. Entsprechend kommen sie in allen Lebensmitteln allerdings in unterschiedlicher Menge vor. Besonders purinreiche Lebensmittel sind z.B. Zunge, Leber, Milz, Lunge, Nieren, Hülsenfrüchte, Bries, Meeresfrüchte, Haut von Fischen und Haut von Geflügel. Der menschliche Körper selbst bildet ebenfalls Purine. Der gesunde Körper baut Purine aus der Nahrung und dem eigenen Stoffwechsel zu Harnsäure ab und scheidet sie über die Nieren und anschließend den Harn aus.

Reduktionsdiät

Synonym: Reduktionskost;
Eine Reduktionsdiät dient der Gewichtsabnahme. Liegt das Körpergewicht bei einem Body-Mass-Index
(BMI) über 30 oder im Bereich BMI über 25 und unter 30 und es liegen gleichzeitig weitere Risikofaktoren wie Bluthochdruck (Hypertonie), erhöhte Blutfettwerte (Hyperlipidämien), Zucker (Diabetes mellitus), erhöhte Harnsäurewerte (Hyperurikämie) oder Beschwerden des Bewegungsapparates vor, ist eine Reduktionsdiät angezeigt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Reduktionsdiäten, die fettarm, das heißt kalorienreduziert, kohlenhydrat- und ballaststoffreich sind. Der Energiegehalt der Diät sollte nicht unter 1200 kcal pro Tag liegen, und man sollte höchstens 500 g Gewicht pro Woche verlieren. Ziel sollte eine langsame, stetige Gewichtsabnahme und die Stabilisierung des erreichten Gewichts sein. Einseitige Reduktionsdiäten, wie z.B. Crash-Diäten, die hohe Gewichtsabnahmen in kurzer Zeit versprechen, können langfristig gesundheitsgefährdend werden. Neben der Reduktionsdiät sind für eine dauerhafte Gewichtsabnahme wichtig: Änderung des Ess- und Trinkverhaltens, Einübung von neuen Verhaltensweisen, Erwerben von Ernährungswissen, Feststellen und Steuern des Ernährungsverhaltens mit Hilfe von Ernährungsprotokollen und regelmäßige sportliche Betätigung. Dauererfolge lassen sich am besten erzielen durch eine Langzeittherapie. Welche mindestens über 9 Monate hinweg durchgeführt wird.

Setpoint

Der Setpoint, ist ein Körpergewicht, welches mindestens neun Monate gehalten wurde. Dieses Gewicht gilt dem Körper als Anhalspunkt für sein angenommenes Normalgewicht und wird immer wieder angestrebt. Dabei ist der Aspekt ob die gewichtbringende Masse aus Fett besteht oder aus Muskulatur egal. Dies begründet auch den steigenden Fettgehalt beim Abbau der Muskelmasse, durch falsche Ernährung oder Hungerkuren.

Sollgewicht

Das Sollgewicht gibt das Normalgewicht eines Menschen an. Es ist an die Stelle des noch von vor 10 bis 15 Jahren propagierten Idealgewichts getreten. Häufig spricht man jetzt auch vom "Wohlfühlgewicht" und will damit ausdrücken, dass es einen relativ breiten Bereich gibt, in dem das Körpergewicht schwanken kann, ohne dass gesundheitliche Schäden zu befürchten sind. Das Sollgewicht wird nach dem Broca-Index berechnet:

·         Körpergröße in cm - 100 = Sollgewicht in kg

Für Männer werden Abweichungen von -10 % bis +10 % vom Sollgewicht als akzeptabler Bereich angesehen. Bei Frauen liegt dieser bei -15 % bis +10 % vom Sollgewicht.